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Fragen & Antworten - Einzelansicht

Hallo Sasha könntest die mal "österreichischere Rezepte schicken. Deine vorwiegend asiatischen od. amerikanischen sind zwar auch gut, aber nationalere wären zwischendurch auch nicht schlecht! Danke (31.01.2010)

Meine Antwort:


Das ist gar nicht so einfach. Es gibt 3 Gründe, warum meine Rezepte vorwiegend mediterrane oder asiatische (keine amerikanischen) Geschmäcker haben (abgesehen davon, dass es mir selber so am besten schmeckt :-) )

1) Die österreichische Küche ist von Natur aus nicht sehr gemüselastig, und es fällt daher schwer, ein Rezept nur leicht abzuändern. Meist muss es von Grund auf neu zusammen gesetzt werden, und damit verliert es seinen usprünglichen Charakter. Natürlich kann man auch zu einem Kalbsschnitzel ganz einfach Petersilkartoffeln und einen Salat essen und hat ein Rezept nach der Faustformel, aber ich lege viel Wert darauf, dass meine Rezepte nicht nur schnell gehen, sondern auch wenig Abwasch machen, und wenn man eine Hauptspeise und mindestens zwei Beilagen kochen muss, dann braucht man dazu viel Geschirr - und steht dementsprechend länger beim Abwaschen.

2) Rezepte, die man gut kennt, findet man eher befremdlich, wenn sie abgeändert werden. Denn sie schmecken einfach nicht so, wie man es gewohnt ist. Auf neue Rezepte mit neuen Geschmäckern geht man dagegen unvoreingenommer zu und es ist oft leichter, die zu mögen. Daher finde ich es einfacher, jemanden ein ganz neues, z.B. italienisches Gericht zu geben, als ein "altes" abzuändern (die Gefahr, dass es nach kurzer Zeit so gekocht wird wie früher, weil es zu mühsam ist, die Änderungen zu lernen oder weil es eben "anders" schmeckt, sind groß).

3) Ich mag es, wenn es schnell geht und man wenig Abwasch hat. Andere müssen vielleicht Kinder versorgen, die nur Fleisch und Nudeln essen, aber die Beilagen stehen lassen, wenn alles getrennt am Teller liegt. Deswegen gibt es bei mir viele Gerichte, die in einem Topf oder einer Pfanne zubereitet werden. Auch das geht bei typisch österreichischen Gerichten eher schwer, da diese "1-Topf/Pfannen-Gerichte" selten sind und soweit es sie gibt (z.B. Gulasch) ursprünglich viel zu wenig Gemüse enthalten.

Aber wie gesagt, es ist eigentlich relativ einfach, zu einem tpyisch österreichischen Gericht einfach mehr Gemüsenbeilagen zu kochen (obwohl dass dann meist Fleischgerichte sind - die fleischlosen, österreichischen Gerichte sind sehr kohlenhydratlastig und schwierig umzuwandeln) - jeder kann sich seine Rezepte also selber nach der Faustformel abwandeln, es ist aber eben nicht mein Stil zu kochen, weil ich es für "unter der Woche" zu mühsam finde. Auf www.foodguru.net findest du einen Faustformel-Berechner (wird im Laufe des Sommer übrigens auf diese Website verlegt!)

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